Triggerpunkt-Therapie

Die Behandlung von sogenannten Triggerpunkten ist ein völlig neues Behandlungskonzept und eröffnet dem Therapeuten ungeahnte Kompetenz in der Behandlung von Schmerzregionen. Die Folgen eines aktiven Triggerpunktes sind Schmerz und erhöhte Muskelspannung. Die durch Schonhaltung ausgelöste Hypertonie führt zu einer Verminderung der Mikrozirkulation und damit zu einer Ausbreitung des Schmerzgebietes und zur Bildung neuer Triggeraktivität. So löst jeder aktive Triggerpunkt eine sogenannte Triggerkette aus, die von einer Muskelgruppe zur nächsten überspringt.

Diese Triggerketten finden sich innerhalb sogenannter myofascialer Meridiane. Diese funktionalen Ketten werden aus Muskeln, Faszien und dem Periost gebildet. Diese myofascialen Ketten stellen zusammenhängende Systeme dar, die stets synergistisch arbeiten und als gemeinsame Muskelkette tätig werden. Für den Therapeuten von besonderer Bedeutung ist, dass sich Spannungsänderungen, Störungen und Beschwerdebilder im Bewegungsapparat immer entlang dieser Linien ausbreiten.

Die Therapie dieser zusammenhängen Linien eröffnet daher neue Impulse speziell bei der Behandlung chronischer und rezidivierender Krankheitsbilder.

Gelingt es dem Therapeuten die auslösenden (Trigger-)Punkte innerhalb einer Kette zu finden und zu deaktivieren, verschwindet oder bessert sich das gesamte Schmerzgeschehen.

Triggerpunkte scheinen letztlich auch die Brücke zwischen traditioneller chinesischer Medizin und westlicher Wissenschaft zu spannen. Über weite Strecken folgt der Verlauf myofaszialer Ketten dem Meridianverlauf und ein Großteil der Triggerpunkte liegt auf Akupunkturpunkten. mit diesem Wissen kann in der Therapie eine Verbindung und ein Konsens der beiden medizinischen Systeme erreicht werden.


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